Kurt Cobain: Hier lebte der Nirvana-Frontmann

Der Geburtsort von Nirvana-Kopf Kurt Cobain ist heute wie damals eher ein Loch als eine Stadt. In deren Tiefen – irgendwo im Nirgendwo zwischen Seattle und Portland – lebte Cobain 20 seiner 27 Jahre. Dort legte er auch den Grundstein für Nirvanas späteren Welterfolg. Noch heute kann man einige Spuren von ihm in Aberdeen entdecken.

Über Nirvana, Kurt Cobain (1967-1994), seine Sucht und seinen Selbstmord wurden viele Bücher geschrieben, Artikel und Interviews veröffentlicht, Filme gedreht. Ich werde hier nicht näher auf die Band oder Kurt an sich eingehen. Wer den Hintergrund nicht kennt, wird sich kaum hierher verklickt haben. Und falls doch: der Film „Montage of Heck“  oder das Buch „Come as you are (Die wahre Kurt Cobain Story)“ bieten einiges an Hintergrundwissen. In diesen und den meisten anderen Veröffentlichungen spielt natürlich auch Aberdeen eine Rolle.

Es ist Ende Mai 2017, ein sonniger, sehr warmer Frühlingstag, an dem ich auf dem Weg von der Oregon Coast nach Seattle auf Mitte der Strecke in Aberdeen Halt machen möchte. Der Highway führt die letzte knappe Stunde nach Astoria durch viel Nichts. Die Straße durchschneidet Wälder, Sümpfe und selten eine sehr kleine Ortschaft, in der jeder mit Baseball-Cap auf dem Kopf geboren worden zu sein scheint, Pick-Up fährt und wo man gerne mit einer Dose Bier vor dem örtlichen Waffenladen abhängt.

Als ich Aberdeen in Washington endlich erreiche, verpasse ich gleich das erste „Highlight“ – das Ortsschild. Irgendwann hat die Stadt „Come as you are“ unter ihrem Namen auf dem Schild anbringen lassen. Angeblich ein beliebter Fotostopp direkt am Highway. Ich entdecke es noch nicht einmal. Vielleicht komme ich auch einfach von der falschen Seite in die Stadt.

Mein erster Blick auf Aberdeen

Von einer Brücke fahre ich direkt ins Zentrum des Fischer- und Holzfällerortes hinab. Rund 17.000 Menschen leben hier, ein Fünftel von ihnen an der Armutsgrenze. Und wie diese Zahlen schon zeigen: Schön ist es hier nicht. Das war es auch zu Kurts Zeiten schon lange nicht mehr. Bereits nach den ersten fünf Minuten innerhalb der Aberdeen City Limits kann man sich gut vorstellen, dass in diesem Ort musikalisch nur etwas rohes, wütendes entstehen kann. Bands wie eben Nirvana und The Melvins – beide sozusagen Gottväter des Grunge. Und beide entstammen Aberdeen.

Auf der Wishkah Street, einer der beiden parallel laufenden Haupt- und Geschäftsstraßen – reiht sich Sex-Shop an Pfandhaus, Kneipe an Fast Food Filliale. Viele Typen hängen auf der Straße ab und sehen so aus, als würden sie das seit vielen Jahren tun, ihre Habseligkeiten in Einkaufswagen schiebend.

Aberdeen City – Pornoladen, das Büro einer Kirche, ein Leihhaus

Ich möchte an den Ostrand der Kleinstadt, zu Kurts Elternhaus. Es ist recht einfach zu finden. Auf der 1210 East First Street steht das fast einhundert Jahre alte Holzhaus. Frisch gestrichen, Vorgarten gemäht und bepflanzt, aber seit Jahren verlassen. Vom Säugling bis zur Scheidung seiner Eltern lebte er hier, später als Teenie und junger Erwachsener ebenso.

Die komplizierten Lebensumstände des jungen Kurt Cobain können, wie gesagt, an anderer Stelle nachvollzogen werden. Klar ist: Als Teen hatte er sein Zimmer unter dem Dach, gleich über der Haustür. Darin sind heute etwa immer noch Wandkritzeleien von ihm zu sehen.

Hier wuchs er auf: Kurt Cobains Elternhaus
Kurts Zimmerfenster gleich über der Eingangstür
Hier wuchs er auf: Kurt Cobains Elternhaus

Um das zu wissen, muss man nicht im Haus gewesen sein. Cobains Mutter, die natürlich schon sehr lange nicht mehr dort lebt, hat das Haus vor einigen Jahren zum Verkauf angeboten. Für eine halbe Million Dollar – durch einen Makler, mit Internetangebot und vielen Fotos. Offenbar hat sich jedoch kein Fan zu dem Preis für das marode Holzhaus interessieren können. Auch ein Herabsenken des Preises auf die Hälfte brachte Mrs. Cobain nicht den gewünschten Erfolg. Zum Verkauf steht es wohl immer noch, auch wenn nichts am Haus darauf hinweist.

Hier also hat der kleine Kurt im Vorgarten gespielt, später mit der Trennung der Eltern sein erstes Trauma erlebt, hat als junger Erwachsene dort oben unter der Dachschräge hinter dem Fenster gehockt, auf diese Straße geblickt und dabei Songs auf seiner Wandergitarre komponiert. Und besoffen „Iron Maiden“ an die Wand gemalt. Dort hat er sicher auch oft gemeinsam mit seinem Kumpel, dem späterem Nirvana-Bassist Krist Novoselic, der nur einen Spaziergang entfernt aufwuchs, Platten gehört und von der großen Rockstar-Karriere geträumt.

Das sah Kurt aus seinem Zimmer: Gegenüber der Cobains verrottet dieses Häuschen

Ich gehe ums Haus herum. Eine laut vor sich hin schimpfende, entweder besoffene oder verrückte Oma, läuft langsam die Straße entlang. Die Mutter einer Hispanic-Familie – direkte Nachbarn zum Cobain-Haus – schenkt mir und der Oma einen skeptischen Blick und holt schnell ihre Kinder hinein, die gerade aus der Schule kommend die Straße entlang schlendern. Ich fühle mich am hellichten Tag wie ein Einbrecher, der nur mit den Augen arbeitet.

Das Haus von hinten mit Garage

Am Wohnzimmerfenster im Erdgeschoss ist die Gardinen einen Spalt offen. Das einfach verglaste Fenster ist sehr schmutzig, aber man kann etwas erkennen. Teppich, Wand, Kamin – alles im 1960er Style und auch so alt. Über diese verbrauchten Fasern krabbelte schon Klein Kurt. Und an diesem Kaminsims dort saß er mit seiner Schwester und posierte für ein Foto. Das klebt als „Beweis“ am Kamin. Es sieht ein wenig aufgesetzt aus – als hätte der Makler es angebracht. „Seht her, genau hier war es!“ Auch in weitere Räume kann man von außen einen Blick durchs Fenster erhaschen. Das Elternschlafzimmer etwa oder das Kinderzimmer von Kurts Schwester mit verblichener Luftballon-Tapete.

Blick durchs Wohnzimmerfenster an der linken Hausseite, man kann den Kamin erkennen.
Darauf: Ein Bild der Cobain Kinder vor eben diesem Kamin
Weiterer Raum im Erdgeschoss
Evtl. Kinderzimmer von Kurts Schwester

Ich lasse das Haus hinter mit und gehe ein Stück die Straße hinab. Es ist nicht weit bis zum Wishkah – dem kleinen Fluss, der durch Aberdeen fließt. Darüber die Young Street Bridge. Um diese Brücke ranken sich viele Cobain-Geschichten. In „Something in the Way“ soll Kurt über diese Brücke hier singen.

Unter ihr soll er eine Art Rückzugsraum für sich gefunden haben, wo er mit sich und seinen Gedanken allein sein konnte. Sogar geschlafen haben soll er dort. All das behaupten viele Bücher und nicht zuletzt „Montage of Heck“ – der aktuellste Film über Cobains Leben, produziert von seiner Tochter Francis Bean.

Kurts Freund und Melvins-Schlagzeuger Dale Crover, der ebenfalls in Aberdeen aufwuchs, bezeichnet diese Geschichten als Quatsch. Krist Novoselic hingegen erzählte in einem Interview 2011, Kurt habe zwar unter der Brücke abgehangen, aber nie dort geschlafen.

Novoselic war es auch, der 1996, zwei Jahre nach Cobains Tod, eine Nirvana Live-Platte gemeinsam mit Drummer Dave Grohl zusammenstellte und sie „From the Muddy Banks of the Wishkah“ nannte. Davon ab hält sich immer noch die Geschichte, Cobains Witwe Courtney Love habe einen Teil der Asche ihre Mannes genau dort an Brücke in den Fluss gestreut.

Fakt ist: Die Young Street Bridge wurde zum Wallfahrtsort. Ein Anwohner gestaltete das kleine Stückchen Land zwischen seinem Haus und Brücke in die „Kurt Cobain Landing“ um, einer Art Mini-Erinnerungs-Park.

Kurt Cobain Landing
Kurt Cobain Landing: Dieses Schild erklärt, was das hier alles soll

Dort finden sich „Exponate“ wie eine Gitarren-Skulptur, ein aus Rohren stilisierter, leerer Gitarrenständer für „Kurts Luftgitarre“, eine Tafel mit dem Text von „Something in the Way“, und anderes, wie etwa eine Marmorplatte im Boden mit Zitaten von Kurt Cobain. Fun Fact bei Letzterer: Im Zitat „Drugs are bad for you, they will fuck you up“, musste der Initiator des Parks auf Druck der Stadt Aberdeen hin drei Buchstaben aus dem Wort „Fuck“ heraus meißeln.

Kurt Cobain Landing: Skulptur von Kurts Gitarre
Plakette mit Cobain-Zitaten

Ich bin der einzige an diesem Ort und streune über die kleine Andenken-Wiese für einen der größten Rockstars der letzten Jahrzehnte. Es wirkt alles so putzig wie dilettantisch. Der wahr „Star“ ist aber ohnehin die Brücke. Unter ihr ist auf dem Beton kein Platz mehr für weitere Graffiti oder Filzmaler-Statements von Nirvana-Fans aus aller Welt. Über die Jahre scheint dort alles schon mehrmals übermalt worden zu sein.

Underneath the Bridge: Hier war Kurts Rückzugsort
Diesen Blick auf den Wishkah hatte Kurt.
Kein Platz mehr: Mehrere Schichten Graffitti schmücken die Brücke
Unter der Brücke: „Mitbringsel“ von Fans oder tatsächlich benutzt?

Ein verrückter Ort. Und einer der zeigt, wie sehr Nirvana auch heute immer noch verehrt wird. Ich stehe einige Minuten da unten, schaue auf den braunen Wishkahh und erinnere mich: Auch ich hatte vor zwanzig Jahren einen solchen Ort in meinem Heimatdorf. So wie wohl viele Millionen oder gar Milliarden anderer Teens auch.

Zurück ins Auto und in die Innenstadt von Aberdeen. An einer Kreuzung findet sich ein großes, altes Holzhaus, komplett mit Brettern vernagelt. Dahinter ein grünes Holzhaus, auch nicht mehr wirklich ansehnlich. In einer der beiden war der Friseurladen von Krist Novoselics Mutter, über dem die Vorläuferbands von Nirvana ihren Proberaum hatten.

In diesem Haus (oder dem grünen rechts an der Seite) probte einst Nirvana, als sie noch „Fecal Matter“ hießen

Nicht weit entfernt  werfe ich in der East Wishkah Street noch einen Blick auf ein Nirvana Wandgemälde, dass die Geschichte der Band und die des Grunge an sich vereinigen soll. Es wurde erst im September 2014 angebracht, sogar Krist Novoselic war dabei. Fraglich, ob er es vor der Enthüllung sehen konnte und wenn ja, ob er dann überhaupt gekommen wäre.

Das Nirvana Mural in Aberdeen – könnte hübscher sein
Detail des Murals

Es gäbe noch so einige Orte in Aberdeen abzufahren, wie etwa den alten Standort der High School, die Kurt und Krist besuchten (inzwischen neu gebaut) oder den alten Musikladen (inzwischen geschlossen), in dem Kurt von seinem Onkel seine erste Gitarre geschenkt bekam. Diese kleine, schäbige Stadt hier ist voll von Nirvana-Erinnerungen, was kein Wunder ist.

Als es mit der Musik dann langsam so richtig ernst wurde, zog Cobain ins eine Stunde entfernte Olympia um, wenig später nach Seattle. Es gibt eine tolle Auflistung von Brian Peterson, der ein Nirvana Archiv im Netz gegründet hat, dass heute zum Nirvana Internet Fan Club gehört. Brian ist viele Orte in Aberdeen, aber auch in Olympia und Seattle, abgefahren. Darüber hat er eine Liste angelegt die sich hier findet (Seite auf Englisch). Ich aber habe nach gut zwei Stunden genug von Aberdeen, zumal ich bereits wenige Tage zuvor in Seattle eine wirklich gute Grunge-Führung mitgemacht habe.

Am Ortsausgang halte ich an einem McDonalds, um zwei Cheeseburger für die anstehende Weiterfahrt zu tanken. Der Laden ist mit vergilbten Nirvana-Fotos geschmückt. Als ich ihn verlasse, wird vor der Tür ein Junkie übel von einem schwarzen Typ zugerichtet. Der Junkie rennt weg, der „Sieger“ geht sich etwas zu Essen bestellen.

Something in the Way. Oh ja Kurt, schon nach diesem kurzen Besuch in Deiner Heimatstadt kann ich Dich besser verstehen!


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8 thoughts to “Kurt Cobain: Hier lebte der Nirvana-Frontmann”

  1. Hallo.
    Um mich mal kurz vorzustellen, ich bin Desi & ich kenne oder höre Nirvana schon seit meinen Kinder/Jugendtagen.
    Jahre sind vergangen wo ich ihn lange nichts mehr damit zutun hatte, aber irgendwie holt mich die Musik immer wieder ein und ich beschäftige mich erneut mit Nirvana.

    Habe schon viel gesehen, gelesen von ihm und bin nun schlussendlich auf deinen Blog gestoßen und bin sehr begeistert.
    Es wird mir verscheinlich nie möglich sein dort selbst hinzu gehen und finde es toll dass es Menschen gibt die es beschreiben und auch Bilder davon machen. Wirklich tolle Arbeit.
    Liebe Grüße, Desi

    1. Hey Desi! Vielen lieben Dank für Dein Kommentar. Wenn ich Reaktionen wie Deine lese weiß ich, dass sich die ganze Mühe mit dem Blog lohnt. Freut mich sehr, dass ich Dir Aberdeen ein bisschen näher bringen konnte. Und außerdem: sag niemals nie! Ab Frankfurt/M. kommst Du schon für 500 Euro nach Seattle und zurück.

  2. Danke für deine Arbeit, der Beitrag fasst wirklich alles gut zusammen und wäre super für Leute, die Neueinsteiger beim Thema Cobain/Nirvana sind. War auch schon öfter im Netz am schauen ob sich das Haus in Aberdeen schon verkauft hat und wenn ja an wen. Habe irgendwo gelesen dass angeblich jeden Tag ein Onkel von Kurt dort hin fährt und alles in Schuss hält. Kann aber verstehen dass es sich nicht einfach verkauft. Die Räume sind kalt und leblos, auch müsste mal dringend renoviert werden, was aber Wendy´s (Wunsch)vorstellung von einem Museum widersprechen würde. Für ein Museum gibt es dort aber zu wenig Kurt, wie ich finde. Eine alte Matratze von ihm, ein Loch in der Wand, in die er angeblich als wütender Teenie geboxt hat und dann noch ein paar Möbel und so (ganz heißer Tip: Kurt Cobain´s Klo!). Wer außer ein paar handverlesenen Hardcorefans würde um diese „Exponate“ anzusehen Geld bezahlen? Deswegen wird es wohl noch einige Zeit leer stehen.
    Werde wohl auch niemals nach Aberdeen kommen, aber nach dem Artikel habe ich auch gar keinen Bock mehr darauf. Die derzeitige politische Situation wird in dem Dorf wohl auch nichts zum positiven ändern. Und um uns an Kurt zu erinnern brauchen wir auch keinen Park.
    Wenn du nochmal hinkommst, mach mal eine Reise zu diesem Lagerhaus in Seattle, wo Kurts Sachen laut Charles R Cross aufbewahrt werden.
    Ich war 2014 auf einer Ausstellung in Völklingen, wo man eine einzelne Seite von Kurts Tagebuch bestaunen konnte. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern was er alles hingekritzelt hatte, aber es war unvergesslich!

    1. Hey Denise. Ich danke Dir … und Du hast Recht – Aberdeen braucht man selbst als Fan nicht unbedingt. Andererseits bin ich trotzdem um die Erfahrung froh, mal dort gewesen zu sein. Man versteht tatsächlich einiges an seinen Texten besser, bilde ich mir zumindest ein. Das mit dem Lagerhaus in Seattle hätte ich gerne vor meinem Seattle-Trip gewusst. Ich nehme an, Du hast meine Grunge-Tour dort auch bereits entdeckt in diesem Blog? Ansonsten schau mal unter „Reise-Gossip“ gleich unter den Aberdeen-Artikel. Hast Du mal einen Link für die Lagerhaus-Sache?

      1. Lieber Tribaleye,
        ich habe heute für dich in meiner umfangreichen Nirvana Sammlung recherchiert, vor allem in Charles R Cross „Der Himmel über Nirvana“ und „Kurt Cobain intim“ (Ich distanziere mich von dieser Übersetzung, im englischen heißt es Kurt Cobain unseen, viel passender) Beide kann ich dir als Lektüre ans Herz legen, obwohl der Autor m. E. ab und zu ins fiktive übergeht.
        Nun ja es stand also nix über diese Lagerhalle drin außer im Prolog „Das geheime Museum“ : „Die meisten Gegenstände, die sich in dem Apartment in Olympia und in den anderen Behausungen fanden, die Kurt während seines kurzen Lebens bewohnt hatte, sind heute in einer Hightech Lagerhalle sicher verstaut, geschützt vor dem Sonnenlicht und den Augen der Fans.“ Hier sind Kurts Tagebücher, seine Plattensammlung, unveröffentlichte Aufnahmen, Gemälde, Briefe, Heimvideos, Drucksachen und so Cross, anderer seltsamer Krimskrams.
        Das Buch ist von 2008 und da sonst nichts näheres dabei steht, dachte ich automatisch die Lagerhalle wäre irgendwo in Seattle, aber eben habe ich mal so gegoogelt und bin auf folgenden Artikel gestoßen,

        https://www.vice.com/de/article/wjjjw9/kurt-cobain-war-ein-begnadeter-zeichner-und-maler

        aus dem hervorgeht dass die Sachen unpassenderweise „irgendwo in LA“ sind. Soso wusste ich gar nicht, shame on me… Du hast also in Seattle nichts verpasst. Nunja ich denke ohne Genehmigung von Courtney Love wird man dort nicht reinkommen. Am 16.2. kommt allerdings Montage of heck auf arte. In der Doku zeigen sie wohl ein paar Ausschnitte von diesen Heimvideos. Ich hatte mir die Doku bisher nicht angesehen, hatte ich mir sozusagen als Sahnehäubchen aufgespart.

        Hier noch ein link zum Haus in Aberdeen

        https://www.redfin.com/WA/Aberdeen/1210-E-1st-St-98520/home/14785514

        Das Zimmer mit dem verblichenen roten Teppich war Kurts Zimmer. Also man weiß echt nicht welcher Raum am schlimmsten ist. Mann kann sogar wenn man mutig ist eine 3D Tour durchs Haus machen.

        Klar hab ich die Grunge tour gesehen, bin auch ein großer Soundgarden Fan. Hoffe in Zukunft noch mehr von dir zu lesen.
        Schöne Grüße,
        Denise

        1. Vielen Dank für die Recherche! Ergänzt den Artikel um ein weiteres Puzzleteil. Den Immobilien-Link zum Haus in Aberdeen und frühere ähnliche kannte ich, nur deswegen bin ich überhaupt darauf gekommen, zu dem Haus zu fahren. Dennoch danke fürs posten – ergänzt meinen Artikel ebenso. Montage of Heck habe ich vor und nach dem Seattle-Trip gesehen und fand ich sehr gut, allerdings gab es ja schell Stimmen von Weggefährten, die einige Geschichten darin als Quatsch tituliert haben. Es wird wohl vieles einfach für immer ein Mysterium bleiben – zum Beispiel, wo Kurts Asche überall verstreut wurde. Aber hey – das ist es eben auch, was Legenden zu Legenden macht 😉

          1. Ja richtig, wenn man das mit der Asche so verfolgt hat, dann kommt man irgendwann drauf dass es nach den ganzen Aufzählungen mindestens so um die 10 kg gewesen sein müssten. Egal, Kurt ist halt um uns herum, er ist omnipräsent. Naja zumindest für mich 😉
            Ich habe auch schon gelesen dass Buzz Osbourne die Doku jetzt nicht so toll fand. Nach 26 Jahren Cobainobsession bilde ich mir gerne ein, inzwischen zumindest zum Teil unterscheiden zu können wo Kurt jetzt mal wieder übertreibt oder fantasiert und dem was wirklich passiert ist. Ich freue mich vor allem auf die bis jetzt unveröffentlichten Bilder.
            OK wenn ich mal nach Aberdeen komme (aber nur mit dem Schiff – Flugangst) werd ich mal reinschauen! Vielleicht ist es ja bis dahin ein gut besuchtes Museum.

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