Am besten Südwesten – Reisebericht USA 2016 / Tag 14

TAG 14 / SAN DIEGO
Freitag, 28.10.16

Neue Klamotten an der Grenze
Shopping! Ja, ja … ich weiß. Man fährt doch nicht in den Urlaub, um einzukaufen. Dachte ich auch immer, bevor ich Outlets in den USA entdeckt habe. Es ist nun mal konkurrenzlos günstig und ich fahre immer nur mit alten Klamotten rüber, die ich abends direkt in die Mülltonne ausziehe, um Platz im Koffer zu schaffen. Deswegen sind heute die Las Americas Oulets angesagt.

Die große Outdoor-Mall ist ziemlich schräg, da sie direkt an der Grenze liegt. Die Parkplätze befinden sich teilweise unmittelbar vor der hohen Metallmauer. Wenn man das mit den Zäunchen, die wir gestern teilweise in der Wüste gesehen haben vergleicht, wirkt das hier fast wie in den 1980ern in West-Berlin. Ein bisschen gruselig.

Der Verkehr am Grenzübergang gleich neben der Mall ist jedenfalls sehr hoch. Und es arbeiten sehr, sehr viele Mexikaner im Outlet. Die Mall ist auf jeden Fall zu empfehlen. Nett angelegt, viele Geschäfte und gute Auswahl. Preislich habe ich schon besseres gesehen, aber trotzdem kann man gute Schnäppchen machen. Und was mich immer wieder aufs neue beeindruckt, ist die professionelle Freundlichkeit. Fast aus keinem Laden kommt man ohne einen kleinen Schnack wieder raus, ob man nun was kauft oder nicht.

Da war zum Beispiel der nette Schuhverkäufer, der Rebekka von seinem Berlin Urlaub im letzten Sommer vorgeschwärmt hat und es sichtlich nicht fassen konnte, dass es da jetzt schon fast Winter und richtig kalt ist. Leo aus dem Levis Store wollte mir dagegen partout nicht glauben, dass ich in den letzten Jahren ausschließlich in den USA Klamotten gekauft habe, weil die bei uns so viel teurer sind.

Wir wollen gerade gehen, da entdeckt Rebekka noch einen Jackenladen. Und weil ich eigentlich eine neue Winterjacke nötig habe, schauen wir kurz rein. Echtlederjacken und schwere Mäntel von Markenherstellern sind hier teilweise auf 50 Dollar runter gesetzt. Nur, weil irgendwo ein Faden raus hängt oder so. Ich entscheide mich für einen von 250 auf 50 Dollar heruntergesetzten Mantel. An der Kasse dann: „Kennen Sie unser Angebot?“ Kannte ich nicht und ließ mich aufklären: Wenn man Ware für über 100 Dollar kauft, werden 50 Dollar Aktionsrabatt abgezogen. Ich frage noch mal nach: „Sie meinen, wenn ich mir jetzt noch eine Jacke für 50 Dollar aussuche, zahle ich für beide zusammen trotzdem nur 50 Dollar, bekomme also sozusagen eine geschenkt?“ Sie: „Yes!“ und strahlt mich an. Ich strahle zurück …

Telekom-Himmel am Coronado Beach
Total vollgepackt, verlassen wir erst um 15 Uhr die Konsumtempel. Wie soll das nur alles in den Koffer passen? Mist, schon so spät! Die bessere Hälfte ist zurecht schon leicht angesäuert, denn eigentlich wollte ich nur ein Stündchen … Über den Highway düsen wir schnell nach Coronado und da ist auch schon wieder alles gut. Denn dieser herrliche Strand am berühmten Hotel del Coronado kann wirklich was.

Ja, so pink war es wirklich!

Diese Spiegelungen, diese hohen Pazifikwellen, dieser Hintergund! Wir genießen so lange, bis sich schon eine Stunde vor dem eigentlichen Zeitpunkt ein fantastischer Sonnenuntergang ankündigt. Dann fahren wir auf die andere Seite von Coronado, von wo aus man einen fantastischen Blick auf San Diegos Skyline hat. Der Himmel färbt sich in einem knalligen Pink, das ich so noch nie gesehen habe. Von oben leuchtet es in Magenta und in tiefblau, vor einem beginnt die Skyline langsam zu leuchten – einfach nur wow!

Als die kostenlose Lightshow beendet ist, traben wir um nahen Fährpier. Dort gibt es zahlreiche Restaurants und Imbisse, wo wir uns ein wenig Pulled Pork zum Abendessen genehmigen. Anschließend spazieren wir noch etwas herum und entscheiden uns für eine kleine Sightseeing-Tour mit dem Auto quer durchs nächtliche San Diego. Wir fahren am Flughafen vorbei bis zum Presidio, genießen die Ausblicke auf die Stadt und lachen über den teils irre aufwendigen Halloween-Schmuck an den Häusern. In einem Liquor-Store besorge ich später noch ein paar Bier. Der Kassierer fragt, woher ich komme, gibt sich aber mit Germany nicht zufrieden. Cologne, sage ich. Da grinst der Kerl über beide Ohren und fragt mich nach meinem Lieblingsspieler vom FC Kölle! Er stehe total auf deutschen Fußball …


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