Das bedeutet es wirklich, Blogger zu sein

Ein Blog ist Arbeit. Und dabei entfallen nicht einmal fünfzig Prozent auf den eigentlichen Inhalt. Die andere Hälfte ist vielschichtig und oft nervtötend.
Ein kleiner Blick hinter die Kulissen zum ersten Geburtstag von my third blog …

 

Als das Wort „Blog“ um die Jahrtausendwende gaaanz langsam aber sicher in den allgemeinen Sprachgebrauch überging und die ersten Koch-, Reise- oder Hobby-Blogs selbst Lieschen Müller auf ihrem PC-Bildschirm erreicht hatten, war die Bloggerwelt noch in Ordnung. Man eröffnete bei einem der wenigen Dienste einen solchen und schrieb lustig drauf los. 2003 erschien WordPress, weitere Systeme folgten und die Zahl der Blogs stieg rasant.

Früher reichte es noch mehr oder weniger, einfach einige Inhalte ins Netz zu stellen, um gelesen zu werden. Heute ist ein neuer Blog, für der keine Werbung betrieben wird, quasi von Beginn an tot. Alleine in Deutschland sind wir laut Schätzungen bei rund 200.000 aktiv betriebenen (!) Blogs. Es gibt also verdammt viele von uns – und alle haben den Wunsch, auch gelesen zu werden.

Mal ehrlich: Die meisten Menschen denken doch immer noch, Blogger seien Nerds, die ihr Leben oder ihr Interessensgebiet in mehr oder weniger hübsche Worten fassen, noch ein paar Fotos dazu schießen, das ganz in irgendeinem Editor zusammenklicken und ins Netz stellen. Fertig. Kann man den Leuten ja auch nicht zum Vorwurf machen. Ich habe zum Beispiel auch keine Ahnung davon wie aufwendig es ist, ein Auto zu entwickeln. Ich kaufe eins, setze mich rein, fahre – fertig. Der Rest interessiert mich weniger.

Stell dir eine Stehparty vor, auf der du neue Leute kennen lernst und Smalltalk hältst. Jemand erzählt dir, dass er bei Audi arbeitet und neue Modelle entwickelt. Wenn Du nicht total an Autos oder Technik interessiert bist, denkst du wahrscheinlich: „Okay, cool, der Typ baut Autos“ und gehst zum nächsten Thema über. Das selbe passiert meistens wenn mich jemand fragt, was ich neben der Arbeit noch so mache. „Ah ja, cool. Ja, ich hab auch schon mal ein paar Blogs gelesen“, kommt dann. Reicht ja auch. Meine Leser planen zum Beispiel eine Reise in die USA, werfen Google an, landen auf diesem Blog, informieren sich ein bisschen und klappen die Seite irgendwann wieder zu. Fertig – so soll es ja auch sein.

Aber dann gibt es tatsächlich Leute, die wollen genauer wissen wie das eigentlich geht, dieses Bloggen. Was das bedeutet, wie viel Arbeit dahintersteckt und warum man das überhaupt macht. Für all jene ist dieser Artikel gedacht.

Mein Schreibtisch. Hier entsteht my third blog. Ja, ich weiß – mäßig spannend. Aber so ein Beitrag braucht ja nun mal auch Fotos. 😉

 

Damals, in Klondyke …

Zusätzlich zu all den Fotos, die ich von einer Reise mitgebracht habe, fing ich vor einigen Jahren an, Stichworte aufzuschreiben. Daraus wurden Reiseberichte, die nur für mich gedacht waren, um später mal mehr als ein Fotoalbum zur Erinnerung am Start zu haben. Dann packte ich sie irgendwann aus einer Laune heraus auf meine Internetseite www.mythirdeye.de, doch es wurden mit der Zeit so viele, dass es einfach nicht mehr zur Seite passte. Denn die sollte eigentlich nur ein Portfolio für meine Fotos und andere Arbeiten sein. Mit einem Blog hätte ich alles an einem Ort und andere könnten einfacher und komfortabler davon profitieren. Denn ich selbst liebe es, fremde Reiseberichte zu lesen, bevor ich irgendwo Neuland entdecke. Also nahm ich mir Anfang 2017 vor, es auch mal mit einem Blog zu versuchen.

WordPress konnte ja nicht schwerer sein, als eine Internetseite zu Fuß aufzubauen. Mein idealistisches Ziel war nicht nur, den ganzen „alten Kram“ in WordPress hinein zu hieven, sondern auch noch jede Menge neuen Content zu erstellen und das ganze natürlich noch gut aussehen zu lassen. WordPress ist zwar nicht das komplizierteste Content Management-System der Welt, doch es ist ganz schön umfangreich. Es brauchte zwei Monate harte Arbeit, bis für meine Zwecke alles verstanden war, mit Hilfe zahlreicher Plugins so aussah, wie ich mir das vorstellte und mein ganzer Content in den Blog eingepflegt war. Dann ging ich online und dachte noch ganz idealistisch: „Mensch, wär doch toll, wenn Du mit dem Blog so um die 100 Tacken monatlich nebenbei machen könntest.“
Tja, hihi.
Was war ich für ein Schelm.

 

Sendung mit der Maus – So entsteht ein my third blog Beitrag

Nehmen wir als Beispiel Tag X von Reisebericht Y, den ich fertig machen möchte. Meistens nutze ich die Abende einer Arbeitswoche dazu, da ich am Wochenende gerne „frei“ habe.

1. Fotos
Zunächst setze ich mich an die Bilder. Pro Reisetag sind das in der Regel zwischen 200 und 400. Die werden selbstverständlich alle gesichtet und die besten herausgesucht. Ich fotografiere in RAW, was bedeutet, dass die ausgewählten Fotos alle noch in einer Software, in meinem Fall Adobe Lightroom, entwickelt werden müssen. Wenn dann noch ein Panorama dabei ist oder andere aufwendige Bearbeitungen, gehen alleine für die Fotos (die zudem noch beschriftet werden wollen) zwischen drei und fünf Stunden drauf, also ein Abend.

 

Fotos entwickeln in Lightroom

2. Text
Meist habe ich es mit schnell hingeschmierten Stichworten zu tun, die ich erst einmal wieder sortieren und mich genau erinnern muss, was drum herum passiert ist. Dann beginne ich zu schreiben. Zwischendurch wird das ein oder andere nachrecherchiert (wie hieß nochmal dieser Park und was kostete der Eintritt, etc.). Danach wird Korrektur gelesen. Je nach Textlänge sind da drei bis sechs Stunden völlig normal. Wieder ein Abend weg.

 

3. In den Blog setzen
Einfach den Text rein kopieren und zwei Bilder dazu, fertig? Nicht wirklich. Textformatierung in WordPress ist manchmal die Hölle. Dann muss noch die Galerie mit allen Fotos darin erstellt werden. Hinzu kommen die Verlinkung und die Affiliate-Links. Als nächstes wird an der SEO gebastelt, der Text also für Suchmaschinen optimiert. Wobei ich sagen muss, dass ich da wirklich nur das Nötigste unternehme. Sieht alles hübsch aus, wird veröffentlicht. Dann ist noch dafür zu sorgen, dass der Text auf der Startseite und in den Teaser-Anzeigen am Ende jeder Blogseite landet. Zwei Stunden sind da insgesamt locker zu veranschlagen.

 

WordPress kann ordentlich nerven

4. Wer? Bung!
Jetzt sind wir an dem Punkt, an dem der ganze Kram zwar online ist, aber niemand etwas darüber weiß. Bis alles in Google & Co. gelistet ist und Menschen den Beitrag finden, dauert es. Und selbst dann kommen die Leser nicht wie blöde hereingeschneit. Also muss Werbung betrieben werden, zwingend. Ohne Promotion keine Leser. Zum Beispiel gibt es diverse Seiten, die Reiseblog-Artikel sammeln und als Infoportal zur Verfügung stellen. Manche ziehen sich automatisch die neusten Texte, bei anderen muss jeder Artikel neu eingetragen werden. Natürlich mit einem extra für diesen Zweck zurecht geschnittenen Foto und pipapo. Aber das ist noch die leichteste Übung, denn danach geht es an die …

 

5. Soziale Medien
Facebook. Ganz wichtig. Ich war vor dem Blog kaum dort aktiv. Allerdings wusste ich vorher, dass eine eigene Facebook-Seite für einen Blog wichtig ist. Das Wissen darüber muss man sich übrigens auch erst einmal drauf schaffen, aber das ist ein anderes Thema. Für jeden Beitrag mache ich einen Facebook-Post, logisch. Nur – bis auf die paar Follower sieht den immer noch niemand. Also braucht es Facebook-Gruppen, die als Werbemittel ganz schön mächtig sein können. Somit ist die Frage, für welche Gruppe dieser oder jener Aspekt des Beitrags interessant sein könnte. Dann beginnt die Suche: Gibt es überhaupt Gruppen zu diesem Thema, ist dort „Werbung“ erlaubt, welche davon hat die höchste Zahl an Usern, bin ich schon Mitglied oder muss ich das erst beantragen (es kann Tage dauern, bis man in einer Gruppe aufgenommen wird). Sind diese Hürden genommen, wird mein Post in den betreffenden Gruppen geteilt. Oft mit angepasstem Text oder sogar einem anderen Bild.

Pinterest. Für mich am zweitwichtigsten. Und vor dem Blog ein Buch mit sieben Siegeln. Selbst heute bin ich nicht wirklich Fan dieser Plattform. Aber sie liefert Leser. Doch dafür muss auch etwas getan werden. Jeder neue Beitrag bekommt einen eigenen Pin und muss auf die betreffende Pinnwand. Für Einzelbeiträge oder den ersten jedes Reiseberichts erstelle ich eigene, große Pins mit Photoshop. Auch auf Pinterest muss dann noch die Werbetrommel gerührt werden, sprich: Der neue Pin muss geteilt werden. Dort sind es nicht Gruppen wie bei Facebook, sondern die Pinnwände anderer Nutzer oder Sammel-Pinnwände. Rund zwanzig davon werden regelmäßig mit meinen Pins bestückt. Zum Glück gibt es dafür eine Software. Müsste ich das per Hand erledigen, wäre täglich mindestens eine Stunde lang Pinterest-Dienst angesagt.

Instagram. Find ich toll, ist aber eine Mörderarbeit und bringt (mir) nicht wirklich viel. Theoretisch sollte man pro Tag ein Foto posten, wenigstens 2-3 pro Woche. Das natürlich zu bestimmten Uhrzeiten und mit den richtigen #Tags. Und die Fotos wollen zudem vom Ausschnitt her für Instagram optimiert sein. Doch wieder: Es müssen Leute sehen. Und die sollten idealerweise nicht nur das Foto liken, sondern auch dazu gebracht werden, sich die Seite anzuschauen, wo es mehr von diesem Kram gibt – sprich meinen Blog. Das bedeutet man braucht Follower. Viele davon. Die kommen selten von allein sondern wollen durch Kommentare auf ihre Fotos erworben werden. Ich habe Instagram einige Zeit intensiv betrieben, doch es raubt einfach zu viel Zeit und bringt im Gegenzug viel zu wenige Klicks auf den Blog.

Insgesamt gehen pro Blogbeitrag für die Werbemaßnahmen auch noch mal einige Stunden drauf. Was das alles bringt? Durch soziale Medien und über Suchmaschinen-Ergebnisse finden zwischen 50 und 500 Besucher täglich auf meine Seite. In der Spitze bei aktuellen Beitragen bzw. kurz nach deren Erscheinen auch schon einmal 1000. Die Zahlen schwanken naturgegeben sehr stark und sind von vielen verschiedenen Faktoren abhängig.

 

6. Interaktion mit anderen
Eingehende Kommentare oder Mails von Lesern freuen mich nicht nur, sie wollen beantwortet werden. Das ist nicht nur höflich, sondern ja auch irgendwo der Sinn der Sache. Leider kommentieren viele ausschließlich auf Facebook und nutzen nicht die Kommentarfunktion im Blog selbst. Das ist schade, denn Facebook-Posts sind vergänglich – auf dem Blog bleiben sie bestehen. Zudem sollte ein Blogger regelmäßig über den Tellerrand schauen, andere Blogs in seiner Nische lesen und die Beiträge dort ebenfalls ehrlich kommentieren, ohne dass es nach Fließbandtext aussieht. Das freut nicht nur die „Kollegen“, sondern gibt auch wertvolle Backlinks auf den eigenen Blog, was wiederum Google freut. Wenn ich mir für diese Sachen Zeit nehme, sind schnell wieder ein paar Stunden weg.

 

7. Wartung und Entwicklung
So ein WordPress-Blog nutzt meist viele Plugins. Für alle, die sich darunter nichts vorstellen können: Das sind quasi Apps, die die Funktionen von WordPress erweitern. Jedes dieser Plugins ist somit ein eigenes kleines oder auch umfangreiches Programm, das verstanden werden will. Jedes erhält regelmäßig Updates, die man umsetzen sollte. Und da viele Köche bekanntlich den Brei verderben kommt es öfters vor, dass nach einem Update das ein oder andere nicht mehr so funktioniert, wie es soll. Plötzlich sind zum Beispiel auf der Startseite die Instagram-Posts verschwunden oder das Kontaktformular funktioniert nicht mehr richtig. Dann beginnt die Fehlersuche, es werden neue Plugins ausprobiert und ähnliches.

Doch es sind längst nicht nur Plugins, die Arbeit machen. Noch ein Beispiel: Mein Blog wurde kürzlich von mir von http auf https umgestellt. Der Hinweis „Diese Seite ist unsicher“ in manchen Browsern sollte verschwinden. Dazu benötigt man ein Sicherheitszertifikat und muss alle Links in der WordPress-Datenbank umstellen. Da kann einiges schief gehen. Ging auch. Ich will nicht mit Details langweilen, aber dafür ist ein kompletter Samstag drauf gegangen. Für mein neues Startseiten-Design inklusive neuem Logo habe ich übrigens ein komplettes Wochenende benötigt.

Es kommen viele weitere administrative Sachen hinzu, die verstanden und umgesetzt werden wollen und hier wirklich den Rahmen sprengen würden. Das geht bei den Backups und dem Sichten/Aussortieren von Spam-Kommentaren los, führt sich fort über die korrekte Formulierung von Datenschutzbestimmungen und endet noch lange nicht bei der Google Search Console, Google Analytics oder SEO. Alleine SEO-Manager ist inzwischen nicht ohne Grund ein eigener Beruf.

 

8. Kosten/Einnahmen/Werbepartner
Wir erinnern uns an mein hehres Ziel zum Start vor einem Jahr, vielleicht einen Hunni pro Monat mit dem Blog zu verdienen? Um das vorweg zu nehmen: Klappt noch nicht. Auch ein nicht zu unterschätzender Zeitfaktor ist das herausfinden, anmelden und teilweise gar bewerben bei Werbepartnern. Ich bin in diversen Programmen, die man auf dem Blog als Affiliate-Links oder in Bannern wiederfindet. Doch letzten Endes bekomme ich durch die wenigen Einnahmen nicht einmal die Kosten gedeckt, die durch den Blog entstehen. Wir sprechen von Serverkosten, Kosten für Plugins und andere Dienste wie etwa den Pinterest-Manager, den ich nutze. Auch selber Werbung schalten habe ich ausprobiert, doch bringt es mehr, die richtigen Facebook-Gruppen zu bespielen. Nicht verschweigen möchte ich allerdings, dass der Blog manchmal auf Reisen hilft. Ob im Vorfeld oder vor Ort angefragt, sind ab und zu Vergünstigungen bei Eintritten oder anderen Kosten wie etwa für Touren drin.

 

Fazit

Wer es bis hierher durchgehalten hat sieht: Bloggen ist weitaus mehr, als nur ein bisschen Tippen. Selbst wenn man es wie ich als reines Hobby und nicht in erster Linie als Neben- oder gar Haupterwerb betreibt, ist ein Blog richtig viel Arbeit. Blogger sind von allem etwas: Texter, Fotografen, Web-Entwickler, Grafiker, Social Media Experten und Online-Marketing-Menschen. Aber ganz davon abgesehen haben sie ja eigentlich schon genug mit dem zu tun, worüber sie bloggen.

Ich will mich in keinem Fall beschweren, ich mache das ja freiwillig. Größtenteils macht es auch Spaß. Jedoch ist mir nach einem Jahr klar geworden, dass es noch viel mehr Arbeit meinerseits benötigen würde, um diesen Blog hier erfolgreicher zu machen und tatsächlich einen kleinen Nebenerwerb daraus zu ziehen. Für alle Kollegen, die das schaffen: Hut ab!

Dieser Beitrag sollte einfach einmal zeigen, was alles dahintersteckt. Und als Erklärung für den ein oder anderen Stammleser herhalten, der sich eventuell wundert, wenn einmal zwei oder drei Wochen nichts neues hier gepostet wurde. Ich werde auch in Zukunft nicht den Anspruch haben, jede Woche ein bis zwei Artikel zu veröffentlichen, auch wenn ich neben den eigentlichen Reiseberichten noch viele Ideen und eine lange ToDo-Liste habe.

Denn neben meinem Vollzeitjob als Redakteur und meinem Hobbyjob als Blogger gibt es noch etwas, das sich Leben nennt.

Foto im Header: Stokpic

 

 

11 thoughts to “Das bedeutet es wirklich, Blogger zu sein”

  1. Ui!
    Ich störe mich immer ein wenig daran, mein Bloggen als Arbeit zu bezeichnen. Mein Blog ist ein Hobby. Ich schreibe in der Regel zwei bis drei Artikel pro Woche. Pro Artikel brauche ca. 2 bis 4 Stunden. Glücklicherweise entfällt bei mir das aufwändige Bearbeiten von Fotos im RAW-Format. Mir reicht Jpeg. Da ich sowieso auf Facebook und Co. unterwegs bin, mache ich das ehe nebenher. Heißer Tipp: Mit Flipboard kannst du richtig viele Leser erreichen. Das Haupt-Keyword fürs SEO überlege ich mir schon, bevor ich anfange zu schreiben. Das spart auch Zeit.
    Übrigens kann ich nun sagen, dass ich auch ohne großen Arbeitsaufwand jetzt im 5. Jahr meines Blogs im Schnitt ca. 150,- € pro Monat einnehme. Aber nicht mit Affiliates.
    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg
    Ulrike

    1. Hey Ulrike, danke für Deinen Kommentar! Es ist klar, dass viele Blogger das anders sehen oder anders arbeiten, das waren ja nur meine 5 Cent zum Thema. Und danke für den Tipp mit Flipboard, das werd ich mir mal genauer ansehen … genau wie Deinen Blog 😉

  2. Eigentlich müsste ich wohl auch so viel Zeit wie Du in meinen Blog stecken. Vor allem was die Plugins, SEO und Optik des Blogs angeht mache ich gar nichts. Ich kenne mich nicht gut aus mit der Technik und habe bisher kein Interesse, mich da ran zu setzen. Leider werde ich es wohl müssen, um bereit für die DSGVO zu sein. Danach wird das aber wieder in den Hintergrund treten. Mein Hauptaugenmerk liegt auf dem Schreiben der Texte. Und da brauche ich oft tagelang für. Nach Feierabend setze ich mich nur selten hin und schreibe gar einen ganzen Artikel. Da habe ich gar keine Zeit für. Man will ja auch noch ein wenig Freizeit haben. Die beste Zeit ist für mich Freitag Mittag, also quasi wenn das Wochenende beginnt. Und Samstags morgens. Da schaffe ich es oft, so 3-4 Stunden zu schreiben, recherchieren usw. Das ist das was Spaß macht und warum ich meinen Blog überhaupt noch betreibe. Der Kampf um die Leser wird von so vielen anderen viel erbitterter gekämpft, da komme ich eh nicht mit. Das ist ok.
    Für Nicht-Blogger ist dein Artikel bestimmt ziemlich aufschlussreich. In meinem Freundeskreis weiß auch niemand wertzuschätzen, wieviel Arbeit in einem einzigen Beitrag steckt. Sollte ich denen wohl mal verlinken 😉

    VG, Schwerti

    1. Hallo Schwerti! Verlink gerne, dafür war der Artikel ja auch gedacht 😉 Mit ist übrigens gerade in Deiner Vorstellung auf Deinem Blog aufgefallen, dass wir quasi um die Ecke voneinander wohnen. Und: Alleine der Kommentar von Ursula und Dir sind großartige Beispiele für ungeplante Arbeiten am Blog. Der heutige Abend wird jetzt genutzt um zu checken, ob ich alles erfülle, was die DSGVO fordert und dann werde ich mich mal mit Flipboard auseinander setzen. Viele Grüße aus Köln-Rodenkirchen!

  3. Mir traten schon beim Lesen die Schweissperlen auf die Stirn … habe ich ein Glück, dass ich meinen Blog als reines Hobby nebenher betreibe, um neben meiner Arbeit als Übersetzerin meine gedanklich manchmal schrägen Einfälle zu verworten. Wenn der Beitrag dann noch gelesen wird finde ich es cool, aber das ist nicht mein Hauptbeweggrund für meinen Blog. Wobei ich den Tipp von Ulrike mit dem Flipboard doch mal ausprobieren werde..☺

    1. Hey Martina, mein Blog ist auch ein reines Hobby. Trotzdem gibt es Dinge, um die auch Du Dich bis zum 25. Mai leider kümmern musst, wie jeder andere Webseitenbetreiber und Blogger: Die DSGVO. Da treten Dir erst recht die Schweißperlen auf die Stirn, das verspreche ich Dir 😉

  4. Stimmt, so ein Blogartikel ist viel Arbeit. Das unterschätzen viele und oft auch die, welche denken oooch so ein bisschen bloggen das ist doch kein Ding. Doch ist es. Gute Bilder, gute Texte – es muss ja alles erarbeitet werden und kostet Zeit sowie Geld. Server und Co. sind ja auch nicht umsonst.

    Allerdings sind mir in Deiner Liste noch ein paar Punkt die man optimieren könnte. Ich schreibe zum Beispiel immer direkt im Blog. Das hat einfach den Vorteil das ich gleich sehe, ob seotechnisch alles passt. Ansonsten poste ich auch nicht mehr von Hand in SocialMedia Kanäle. Das übernimmt ein Plugin. Die Texte dazu kann ich im Artikel noch optimieren und so den jeweiligen Portalen anpassen. Auch das die Artikel auf der Startseite und in den Teasern angezeigt werden – das übernimmt mein Theme. Ich stelle nur ein welche Kategorie später wohin kommt.

    Meiner Meinung nach könnte man als durchaus hier und da noch ein wenig Zeit einsparen. Es würde aber auch nicht viel daran ändern, dass Bloggen einfach auch Zeit braucht. 🙂

  5. Wie wahr, wie wahr. Ich habe von Technik auch keine Ahnung, da wird es dann echt kompliziert. Doch ich muß nicht´s verdienen – würde aber gerne kostendeckend arbeiten können. Vielleicht bin ich zu blöd dazu. Spaß macht es trotzdem ! Never give up lautet mein Motto. Liebe Grüße Gabi.

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