Megacity Hongkong – Ein Reisebericht / Tag 7

TAG 7 / HONGKONG
Samstag 07.05.

Das blödste am Urlaub ist da – der letzte Tag!

Och manno, das war’s schon wieder. Fast – denn immerhin haben wir heute noch einen vollen Tag vor uns. Der Flieger geht erst um 23.20 Uhr und bis dahin wollen wir noch ein bisschen durch die Stadt schlendern. Das Hotel ist nett und gewährt uns einen Late Check-Out um 14 Uhr, den wir auch ausnutzen. Wir schlafen aus, gammeln nach dem Frühstück noch ein wenig im Zimmer herum, packen in aller Ruhe die Koffer und nehmen eine letzte Dusche mit Hong Kong-Wasser, bevor wir das Gepäck an der Rezeption deponieren und ins Freie treten. Der Vorsatz heute nicht mehr zu Schwitzen hat sich nach fünf Minuten erledigt. Und das obwohl wir völlig ohne Rucksäcke unterwegs sind. Ich verlasse mich heute vollkommen auf die Kamera in meinem Smartphone (Samsung S7).

Aussicht aus unserem Hotelzimmer

Zuerst geht es zum Mid-Level Escalator. Mit 800 Metern Länge und 135 überwundenen Höhenmetern ist es die längste freistehende Rolltreppe der Welt. 20 Treppen und drei Laufbänder sind ineinander verschachtelt und es macht Spaß, ganz nah an Wohnhäusern, Geschäften und Restaurants vorbei zu „schweben“. Oben angekommen hüpfen wir in ein Taxi und lassen uns zum Hong Kong Park kutschieren. Ist zwar nicht sehr weit bis dahin, aber kost‘ ja nix. 😉 Gut, dass wir uns noch für den Park entscheiden haben, denn wir hätten ansonsten etwas verpasst. Eine wirklich schöne und vor allem sehr große Gartenanlage erwartet uns, darin Seen, Brunnen, Volieren und mehr. Wir verbringen locker drei Stunden hier, spazieren herum oder fläzen uns auf den Bänken und picknicken Erstandenes aus einer nahen Mall.

Unser vorerst letzter Sonnenuntergang über dem südchinesichen Meer

Irgendwann am frühen Abend steigen wir in das nächstbeste DingDing und fahren einfach durch, ganz nach Westen bis Kennedy Town. Dort setzen wir uns an die Promenade und genießen den Sonnenuntergang über dem südchinesischen Meer. In der Dunkelheit dingdingen wir zurück bis an eine große Kreuzung in der Nähe unseres Hotels, um dort auf einer Bank an der Straße unser Abendessen zu kredenzen. Schön mit Blick auf das Gewusel rundherum.

Dann wird es auch schon Zeit, den Kram im Hotel abzuholen. Dort wollen wir uns noch mal schnell auf einer kleinen Toilette im Foyer frisch machen, das haben aber auch andere vor. Scheinen viele Flüge über Nacht zu gehen. Als ich an der Reihe bin, probiere ich das eben in einem 7-Eleven erstandene Riesen-Feuchttuch zur Einmal-Körperwaschung ohne Wasser aus. Meine Fresse! Das Teil ist dermaßen mit Menthol vollgepumpt, dass mir noch später im Flieger alles brennt.

Ein Taxi bringt uns zum Bahnhof, dort besteigen wir den Airport Express, der nur 25 Minuten bis ins Terminal braucht. Alles geht reibungslos und schon bald sitzen wir in unserer Maschine. Von einem Gewitter unterwegs abgesehen war sogar einiges an Schlaf drin. Um halb sechs Uhr morgens, also Dank Zeitumstellung nur sechs Stunden nach dem Start, landen wir in München und warten in leeren Abflughallen auf den Heim-Hüpfer nach Köln. Wie leer Flughäfen wirken können! Erst recht, wenn man aus dem Gewusel Asiens heimkehrt.

Stellt sich nur noch eine Frage: Wann geht’s endlich wieder los?

HOTEL-CHECK

Wir nächtigten im Holiday Inn Express Hong Kong Soho und können den Laden als solides Mittelklasse-Hotel durchaus weiterempfehlen. Die Lage ist prima, Zimmer und Bad waren groß. Die Möbel waren nicht mehr die allerfrischsten, gingen aber wirklich in Ordnung. Auch das Bett war super. Frühstücksbuffet ist zu empfehlen und das Personal war bemüht, wenn auch nicht überfreundlich. Alles in allem – vor allem für den Preis – eine Empfehlung für Übernachtungen in der ansonsten recht teuren Sonderverwaltungszone HK.

 

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