Am besten Südwesten – Reisebericht USA 2016 / Tag 6

TAG 6 / LAS VEGAS – BRYCE CANYON
Donnerstag 20.10.16

Zurück in der Wirklichkeit
DRIIING! DRIIIIING! Häh? Seit wann dudelt mein Handywecker wie ein amerikanisches Telef…? Oh, Fuck. Vegas, Hotel. Es ist ein amerikanisches Telefon! Wach auf!
„He…Hello?“
„Mr. Kiijuufnää?“
„Yes?“
„Here’s someone in the Lobby that wants to speak with you about his car.“
Ach ja. Vegas. Hotel. Kleiner Unfall gestern.

„Okay, I’ll be there in five minutes. And, ahm, pardon – what time is it?“
„It’s half past ten, sir.“
„Okay, and checkout is …?“
„At eleven, sir.“
Klick! Schlagartig wach. Keine Zeit für den Hangover, jetzt ist Präzision gefragt. Den neben mir liegenden Stein wachrütteln, Duschen, anziehen und in die Lobby hetzen in fünf Minuten, während die bessere Hälfte schon mal damit beginnt, zu Packen und Kaffee zu organisieren. Unten erwarten mich … nennen wir sie Bill und Melinda. Beide sind um die Anfang sechzig und vom Stil her sehr Seventies angehaucht. So ein Camaro passt doch gar nicht zu den beiden? Sie sind jedenfalls sehr freundlich und begrüßen mich wie einen alten Bekannten. Amerikaner eben. Kommen aus Arizona und wollten gestern eigentlich das Rolling Stones Konzert in Vegas sehen, was aber abgesagt wurde. Oh, Germany? How beautiful …

Nachdem wir ein paar Minuten den üblichen Small Talk ausgetauscht haben, kommen wir zum „geschäftlichen“. Bill hat durchaus etwas an seiner Stoßstange entdeckt und zeigt es mir vor der Tür. Ich kann jetzt nicht so viel erkennen wie er, aber hey – es ist Vollkasko und mir ist’s egal. Den Camaro hat er sich zur Rente gekauft, muss ich wissen. Sein ein und alles. Ich werde dann mal bei Alamo anrufen und eine Schadennummer anfordern, die ich den beiden geben kann. Meine Unterlagen sind natürlich noch im Zimmer. Glücklicherweise kommt Rebekka gerade mit Kaffee an und umgarnt Bill und Melinda mit weiterem Small Talk. Nach gut zwanzig Minuten ist alles soweit geregelt, Alamo kümmert sich um den Rest, Bill ist zufrieden, Melinda und Rebekka sind kurz vor dem Adressen-Austausch. Jetzt aber los, eigentlich müssten wir schon ausgecheckt sein!

Zurück in die Zukunft 
Nach einem Frühstück bei Coco’s nebenan geht es erst nach Mittag auf den Highway. Es gilt, vier Stunden bis zum Bryce Canyon abzunudeln. In St. George/Utah machen wir ein Päuschen. Hier haben wir letztes Jahr eine Übernachtung eingelegt, heute kaufen wir dort nur ein paar Sachen ein und schnappen uns einen Mittagssnack. Moment – Utah? Verdammt, hier gehen die Uhren ja anders und es ist schon eine Stunde später. Wir sollten uns wirklich sputen.

Tatsächlich kommen wir fast pünktlich zum Sonnenuntergang im Bryce Canyon an.

Der Bryce leider kurz nach dem Sonnenuntergang

Dabei halten wir nicht erst an unserem Hotel „Ruby’s Inn“ an, sondern ziehen direkt zum Sunset-Point durch. Schade, die Sonne ist schon vom Horizont verschwunden. Wie wir später merken, wäre der Sunrise-Point hier besser gewesen, aber was willste machen. Ist trotzdem schön. Der Bryce mit seinen Hoodoos ist sehr schön anzusehen, wenn es uns auch nicht so von den Socken haut, wie damals der erste Blick auf den Grand Canyon.

Als es schon fast ganz dunkel ist fahren wir zurück zum Hotel. Da es hier oben ohne weitere Fahrerei quasi keine andere Alternative gibt, essen wir natürlich im hoteleigenen Restaurant. Die Schlange davor ist sehr lang, doch es geht recht zügig. Und das Futter in Form eines Western-Buffets ist sogar richtig gut und gar nicht mal teuer. Eigentlich würde man an so einem Ort in irgendeiner Art und Weise Abzocke erwarten. Im Zimmer schauen wir noch etwas fern und schlafen recht früh.
Und wie ich erst beim tippen des Reiseberichts bemerke, habe ich an diesem Tag den Minus-Rekord beim Fotografieren gebrochen. Ja, nun, war halt ein zu spät begonnener Fahrtag.

HOTEL-CHECK
Direkt am Eingang des Nationalparks gibt es nur zwei Hotels mit dazugehörigen Restaurants und Mini-Märkten und eine Tanke. Ansonsten herrscht dort völlig Menschenleere. Wir wählten das Best Western Plus Ruby’s Inn – und das war wirklich nicht schlecht. Zimmer groß und sauber mit allem, was man braucht. Restaurant okay, für die Lage keine total überzogenen Preise – kann man machen!


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